Köln-Mülheim
Unser Reizthema heute: Köln Mülheim.
Ich
habe die Zukunft gesehen.
Mein
defizitärer Orientierungsinn, kombiniert mit kurzsichtiger
Zeitplanung, hat dazu geführt, dass ich neulich zwei Stunden durch
Köln-Mülheim geirrt bin.
Ich
bin ja gruselige Gestalten gewohnt, ob Asoziale, Kriminelle oder
sonstwie Durchgeballerte. Aber einen Ort, an dem man sich im eigenen
Land nicht mehr das kleinste Bisschen heimisch fühlt, sondern wie im
Feindesland, den kannte ich so krass bislang noch nicht.
Mülheim
ist ja nicht nur eine kleine vollgepisste Ecke, sondern ein ganzer
Stadtteil voller Bäh. Cafes, an denen „Sportwetten“ steht, mit
abgeklebten Scheiben, voller Drogendealer, dazu Friseursalons, bei
denen es sich, wenn man das Klientel betrachtet, eigentlich nur um
Hühnerarschfriseure handeln kann, und überall zwölfjährige kleine
Scheißer mit barbezahlten 100.000-Euro-AMG-Mercis. Und bei dem
überall rumlungernden Gesindel kann man nur echt gut seine
Wertsachen festhalten.
Läuft
also mit der Integration. Bloß ist Klein Kurdistan keine so
kulturelle Bereicherung wie Chinatown oder Little Italy. Und bald
wird es an noch viel mehr Orten so aussehen.
Ernsthaft.
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