Recht und Gesetz
Unser Reizthema heute: Recht und Gesetz
Ich kann dieses Gelaber
nicht mehr hören, dass das Grundgesetz ja als gemeinsamer Nenner für
unser aller Zusammenleben ausreichen müsse und es darüberhinaus
keinerlei Konsens über Anstand und Werte bedürfe. Das ist Quatsch,
denn erstens kann auch das Grundgesetz geändert werden, zweitens
steht da nicht besonders viel Konkretes drin, und drittens braucht
jedes Gesetz jemanden, der es durchsetzt.
Das deutsche
Rechtssystem und seine Gesetze sind maßgeblich von eingeschüchterten
Weltkriegsverlierern entworfen worden, für ein Volk, das sich
bemüht, ordentlich und pünktlich zu sein und wo nicht viel aus dem
Ruder lief. Heute, mit Bekloppten überall, islamischem Terror,
fremden Vorstellungen von Ehre, Macho-Huso-Gehabe, ADHS,
Smartphonesucht, Helikoptereltern und Hartz-IV als verbreitetem
Lebensentwurf ist uns der inhärente Zug zur Ordnung abhanden
gekommen – die Gesetze sind geblieben, aber die Menschen haben sich
verändert. Wenn wir zukünftig auch weiter wenigstens die Illusion
von Sicherheit und Ordnung aufrecht erhalten wollen, wird es höchste
Zeit, unser Rechtssystem grundlegend und radikal zu verändern. Und
ich bin superschlau, deswegen habe ich folgende Probleme ausgemacht
und auch gleich die passenden Lösungen dazu gefunden:
Es heißt immer, wir
brauchen mehr Polizisten. Das ist Quatsch. Dann hätten wir nur mehr
Polizisten, die für den Papierkorb arbeiten. Wir brauchen auch nicht
mehr Staatsanwälte und Richter – also, schon eher als Polizisten,
aber was wir brauchen sind Veränderungen, die den Staatsanwälten
und Richtern die Arbeit erleichtern und beschleunigen, damit sie
nicht mehr jeden nicht hundertprozentig eindeutigen Fall einstellen.
Ein großes Problem
sind Rechtsanwälte, die sich quasi alles herausnehmen können und
davon leben, erkannte Kriminelle vor ihrer gerechten Strafe zu
bewahren. Ein anderes ist die Dauer der Verfahren, die Terminierung
vor Gericht, die vielleicht unvollständige Beweisaufnahme, die sich
drei Jahre nach der Tat auch als überaus schwierig herausstellen
kann. Und das größte Problem ist der Gedanke, davon auszugehen,
dass alle Menschen im Kern gut und sozial seien und ihnen Zucker in
den Arsch zu blasen, damit sie jetzt endlich ihren Platz als
nützliches Mitglied der Gesellschaft finden.
Aber Arschlöcher sind
Arschlöcher, und Arschlöcher müssen weg. Also wenn möglich:
abschieben. Wenn nicht: dauerhaft einsperren. Und ich meine so mit
Schlüssel wegwerfen und allem.
Als erste Maßnahme
müssten wir die Mündlichkeit der Gerichtsverhandlung abschaffen.
Soll das nur noch für Verbrechenstatbestände gelten, alles andere
wird per Aktenlage entschieden. Bums.
Dazu wird das
Untersuchungshaftrecht geändert: wer auf frischer Tat erwischt wird,
egal wobei, landet im Knast und bekommt ein paar Tage später nicht
nur eine Entscheidung, ob er weiter in Haft bleibt, bis Monate später
mal verhandelt wird, sondern bekommt gleich sein Urteil. Gibt es
schon, heißt beschleunigtes Verfahren, ist aber noch zu kompliziert.
Ich rede hier davon, dass dies der Regelfall sein sollte.
Um die Verfahren zu
erleichtern, bedarf es einer Beweislastumkehr. Soll der 19-jährige
Kurde mit Jogger und Bauchtasche um die Schulter mal den Kaufvertrag
für seinen AMG-Mercedes und seine Gehaltsnachweise vorlegen, sonst:
Karre weg. Als Hartz-IV-Empfänger wiederholt im teuren Auto
angetroffen, dass auf einen Kumpel zugelassen ist? Auto weg, Hartz-IV
weg. Soll er erstmal beweisen, dass das gar nicht sein Auto ist.
Bei Haftstrafen muss
das Strafmaß mehr ausgeschöpft werden. Bewährung muss die Ausnahme
sein, nicht die Regel. Und kein Freigang, keine Entlassung nach zwei
Dritteln oder der Hälfte der Haftzeit. Volle Kanne Gulag. Und
Geldstrafen für den Pseudobedürftigen aus dem vorangegangenen
Beispiel nicht mit einem Tagessatz von fünf Euro, sondern mal munter
geschätzt an den kriminellen Umsätzen orientiert.
Fahrern von im Ausland
zugelassenen Autos, die hier falsch parken oder geblitzt werden, darf
die Post gerne nach Hause geschickt werden. Wird nicht bezahlt: Knast
bei Wiedereinreise. Aber, und das überlege man sich mal: es ist
derzeit nicht möglich, Bußgeldbescheide rechtswirksam an
ausländische Adressen zuzustellen. Ganz gut für all die, die ihr
Auto lieber in Polen angemeldet lassen, auch wenn sie da nur noch
zweimal im Jahr hinfahren. Ansonsten wäre die Parkkralle mal ein
probates Mittel. Ich weiß aber auch, warum wir das hier nicht
machen: weil Ufuk und Oschmand-Moschmand gleich ihre Familienclans
holen und die Politesse abstechen, wenn es Ärger gibt.
Das bringt uns zum
letzten Punkt: recht muss durchgesetzt werden. Ohne Kompromisse:
Anweisungen der Polizei nicht befolgt? Knüppel.
Demonstrationsauflagen verletzt, vermummt, andere genehmigte Demo
behindert? Knüppel. Zusammengerottet, um Abschiebung zu verhindern?
Knüppel. Hochzeitskonvoi blockiert Autobahn? Knüppel.
So, und solange sich
der BGH damit befasst, ob Oma Erna von der Sparkasse auf Vordruck
G-209H blau, zweifache Ausfertigung, als „Kunde“ oder „Kundin“
angeredet werden muss, können wir uns halt auch nicht auf das
Wesentliche konzentrieren. Und das Wesentliche im Bereich Law and
Order ist Respekt. Respekt vor dem Gesetz. Und die berechtigte Angst,
das wirklich etwas Unangenehmes passiert, wenn ich Scheiße baue.
Ernsthaft.
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