Opferrolle
Unser Reizthema heute: Rassismus, Diskriminierung und die
Opferrolle
Früher war mehr Lametta. Und die
Medien waren weniger laut, weniger penetrant. Heute wird ständig krakeelt,
jedes Quartal wird eine neue Sau durchs Dorf geritten, und die Mainstreammedien
lassen keine Gelegenheit aus, uns zuzuschwallern und uns gleich noch die
korrekte bzw. gewünschte Haltung zum Thema mitzugeben. Noch nie zuvor waren
Framing und Meinungsmache so offensichtlich wie heute.
Kaum legt sich die Aufregung um
die SARS-CoV2-Pandemie ein kleines bisschen, stürzen sich alle auf das nächste
Thema: Diskriminierung! Rassismus! Black Lives Matter!
In den USA ist also ein Schwarzer
bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei ums Leben gekommen, und wie man so
liest war das polizeiliche Handeln in dem Fall nicht rechtmäßig. Gegen die
Polizisten wird ermittelt. So tragisch das ist, ist es doch ein Vorfall, wie er
(in den USA) leider ab und an mal vorkommt. Aber anders als sonst greift die
Hysterie jetzt weltweit – nicht nur in den USA - um sich: Massendemos (trotz
Pandemie-Verordnungen), im Schatten derselbigen Vandalismus und
Gewaltverherrlichung gegen Polizisten, Plünderungen, brennende Autos, das volle
Programm. Neuster Trend: Denkmäler zerstören. Jeder außer Nelson Mandela
bekommt seine Statue demoliert, sogar Ghandi, weil der bloß für Indien gekämpft
hat, nicht aber für die von Briten kolonialisierten Gebiete Afrikas. Krank.
Und hinter jedem Zaun kommt ein
Möchtegern-Opfer hervor und beklagt, wie schlimm es in seinem Leben
Diskriminierung erfahren hat. Jetzt ein neuer Fall: Schwarze Frau mit deutschem
Namen kauft bei Rossmann ein, Kassiererin guckt auf die EC-Karte und will sich
den Ausweis zeigen lassen, schwarze Frau ruft die Polizei und empört sich.
Kassiererin wird wegen Beleidigung angezeigt. Das lasse man sich mal auf der
Zunge zergehen: wenn eine schwarze Frau Hildegard Krawuttke heißt ist das
genauso ungewöhnlich, wie ein blonder Mann mit dem Namen Murat Rossmanoglu – da
kann man sich ruhig mal zusätzlich zur EC-Karte den Ausweis zeigen lassen.
Sonst wäre es auch ein klarer Fall von Altersdiskriminierung, den 14-jährigen
mit der Wodkapulle an der Kasse nach dem Ausweis zu fragen. Einfach nur krank.
Es geht immer nur darum, dass
arme Randgruppen diskriminiert werden und nicht dieselben Chancen bekommen wie
alle anderen. Aber das ist Bullshit. Ja, es gibt natürlich Diskriminierung, und
es gibt auch Rassismus, aber beides fängt nicht da an, wo man es uns gerade
weiß machen will.
Die Leute, die sich ständig über
Diskriminierung beschweren, gefallen sich so in ihrer Opferrolle, Akif Pirincci
würde wahrscheinlich sagen „Sie schnüffeln so gerne gegenseitig ihre Furze auf
und holen sich darauf einen runter“ oder ähnlich. Opfer sein ist angenehm.
Keine Qualifikation erforderlich. Keine Verantwortung. Jammern. Schuld auf
andere schieben. Immer Ausreden haben.
Wer von der Polizei kontrolliert
wird, hat wohl erstmal nur Pech. Wer ständig von der Polizei kontrolliert wird,
sieht vielleicht wie ein Verbrecher aus, hängt mit den falschen Leuten ab oder
hält sich an zwielichtigen Orten auf. Wer Polizeigewalt erfährt, hat vermutlich
etwas falsch gemacht, dazu noch eine große Fresse gehabt, sich mächtig
überschätzt und nicht gemerkt, an welchem Punkt er es hätte gut sein lassen
sollen.
Wer über Diskriminierung klagt,
weil ihn einer schief anguckt, sollte mal den Sand aus seiner Vagina entfernen
und nicht so scheiß empfindlich sein. Wer sich diskriminiert fühlen will, wird
dazu am laufenden Band Gelegenheit bekommen, wenn er so dringend danach sucht. Wer
meint, er habe einen Job/eine Wohnung/Einlass in die Disco nicht bekommen, weil
er schwul/eine Frau/schwarz/Ausländer ist, sollte sich zuerst fragen, ob es
vielleicht noch andere Gründe gibt, z.B. dass er schlicht nicht qualifiziert
bzw. ein anderer Bewerber einfach besser geeignet war, oder ob er vielleicht
einfach nur ein riesiges Arschloch ist.
Man kann nicht alle Menschen
gleichmachen. Wer Quoten für Frauen oder Migranten in Führungspositionen
fordert, der muss auch zeitgleich dafür sorgen, dass mal Deutsche im Dönerladen
arbeiten, oder Frauen im Straßenbau. Wer behauptet, Männer und Frauen könnten
alles gleich gut und Geschlechter seien sowieso nur soziale Konstrukte, der
kann Männer und Frauen ja beim Sport zukünftig in einer Klasse antreten lassen.
Und wer sagt, Zuschreibungen aufgrund von Äußerlichkeiten seien immer falsch,
der kann ja als weißer Mann mal den Marathon gewinnen, sein Erspartes bei der
freundlichen Zigeunerin mit Faltenrock und Diebesschürze anlegen, oder bei der
Mutti im Blumenladen versuchen, Kokain zu kaufen. Viel Erfolg dabei.
Und jetzt BLM: Ja, schön gegen
Diskriminierung von Schwarzen zu sein, aber: In den USA ist die Situation von
Schwarzen eine völlig andere, nicht zu vergleichen mit der Situation hier. Ganz
andere Geschichte. Ganz andere Realität. Ganz andere Polizeikultur. Nichts, wo
wir Europäer uns jetzt einmischen sollten.
Aber auf der Straße protestieren
und randalieren reicht nicht, reihenweise werden im Vorgriff auf mögliche
Kritik reihenweise rattendämliche dämliche Entscheidungen getroffen: „Vom Winde
verweht“ verschwand aus Streamingangeboten, weil darin Sklaven vorkommen,
„Little Britain“, weil sich die Schauspieler bei manchen Sketchen im Gesicht
schwarz anmalen, und „Paw Patrol“ einfach nur, weil die agierenden
Zeichentrickhunde ein positives Bild der Polizei vermitteln. Ich denke, das ist jetzt auch das Aus für „Großstadtrevier“ und „Hubert & Staller“.
Linksextreme Gruppen und die
Opferrollen-Furzriecher instrumentalisieren dieses Thema jetzt, reiten auf der
Welle, um ihr Narrativ fortzuspinnen: die Mächtigen dieser Welt diskriminieren
die Armen und Schwachen, die weißen Heteromänner diskriminieren die schwarzen
schwulen Trans-Frauen, die engstirnigen Deutschen diskriminieren die Moslems,
die sich doch so super zu integrieren versuchen.
Wie kann man bloß soviel Dummheit
in den Äther blasen, wie es die Medien gerade tun? Wie kann man sich so zum
Furzriecher-Lakai machen? Wie können die Furzriecher so laut sein, dass sie
alle normalen Leute übertönen? Das muss aufhören. Aber wenn uns die Geschichte
eines gelehrt hat, dann dass jede Bewegung wellenfömig verläuft und irgendwann
ins Gegenteil umschlägt. Auf Krieg folgt Frieden, dann kommt wieder Krieg, nach
Wohlstand kommt Armut, dann wieder Wohlstand, jetzt steigern wir uns gerade in
die Furze-aufriechen-Schneeflöckchen-Phase, und danach kommt bestimmt wieder
etwa umso Brachialeres, eine harte Mad-Max-Welt mit Benzin, Schweiß und
Backpfeifen, in der Hautfarbe, Religion und Geschlecht keine Rolle mehr
spielen, sondern nur noch zählt, wie gut man mit dem Raketenwerfer umgehen
kann. Ernsthaft.
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