Die Wahl
Unser Reizthema heute: die Bundestagswahl.
Habt ihr gehört, was in Berlin
los war? Die genialen Strategen dort haben den Marathon auf den Tag gelegt, an
dem in Berlin gleich mehrere Wahlen stattfanden - wohlgemerkt in einer Zeit, wo
fast jeder Volkslauf abgesagt wird, weil sich immer noch alle wegen des
Coronavirus in die Hose scheißen. Beim Marathon ist ja quasi die ganze Stadt
gesperrt. Das sind beste Voraussetzungen für eine Wahl, denn da darf wirklich
nichts schiefgehen – ging dann aber natürlich sehr wohl. Zu wenig Wahlzettel.
Nachschub kam nicht heran, weil die Taxis mit den Zetteln nicht durch die
Absperrungen kamen. Wahlbenachrichtigungen sollen an Minderjährige versandt
worden seien. Ausweise seien nicht kontrolliert worden. Es sei bis nach 18 Uhr
gewählt worden. Und am Ende habe man manche Ergebnisse einfach geschätzt. Echt
stark. Zumindest von Ulf Poschardt ist ein prominenter Fall überliefert, denn
der konnte trotz zwei Stunden Krampf letztlich nicht wählen. Wie kann so etwas
hier passieren, ohne dass es einen Aufschrei gibt? Wahlen wie in einer
drittklassigen afrikanischen Diktatur. Na ja, nicht ganz, aber doch weit unter
unserem Anspruch. Hauptsache, YouTube verschickt Mails an alle Kanalbetreiber,
dass Behauptungen, die Wahl wäre manipuliert oder sonstiges, zu einer Sperrung
führen.
Dann hat Deutschland also gewählt
– wie erwartet wenig aussagekräftig. Keine der Parteien hat genug Stimmen, um
sich so richtig gewählt zu fühlen. Also erwartet uns eine Koalition, bei der in
jedem Fall ein Verein dabei ist, den man so gar nicht gewählt hat. Ist aber
auch egal. Die Regierung wird links, so oder so, egal wer da mitmacht. Das war
vorher klar.
Man kann ja über Angela Merkel
sagen, was man will, aber sie hat immer getan, was der Zeitgeist ihr geboten
hat. Natürlich hätte man nicht aus der Kernenergie aussteigen sollen, nur weil
es in weiter Ferne einen Unfall gegeben hat. Natürlich hätte man 2015 nicht
sämtliche Ansprüche auf territoriale Hoheit aufgeben und jeden unqualifizierten
und kulturell nicht kompatiblen Asylsucher ins Land lassen sollen, der
eigentlich schon an der EU-Außengrenze hätte abgewiesen werden müssen. Natürlich hätte man nicht die gesamte Weltwirtschaft lahmlegen und den Menschen
eine unsinnige Angst vor einem völlig überschätzen Virus einprügeln dürfen.
Aber wenn es die Leute doch so
wollen? Wenn sie es geil finden? Wenn sie es geil finden, Fortschritt zu
opfern, um künftig Mondpreise für Energie zahlen zu müssen? Wenn Sie lieber krüppelige Birnen aus dem eigenen Garten wollen als dickes saftiges Glyphosat-Obst? Wenn sie das
Weltklima retten wollen (was immer das genau ist), indem sie auf alle
Annehmlichkeiten und Errungenschaften der Zivilisation verzichten und sich
nicht mehr die Achseln rasieren? Weil sie keine Vorstellung haben, wie kacke
das Leben ohne Strom und fließend Wasser ist? Weil sie sich nicht wundern, wie
wir den Verbrennungsmotor verteufeln, aber nicht den Regenwald aufforsten? Wenn
sie jeden islamischen Steinzeitmenschen als kulturelle Bereicherung feiern?
Wenn sie lieber Bürger*außen:seiende schreiben wollen als verständliche und
grammatikalisch korrekte Sätze, um einer militanten Minderheit von Verfechtern
ausgedachter Geschlechter zu gefallen? Wenn die Leute geil darauf sind,
Maskenpflicht und Ausgangssperre verordnet zu bekommen, obwohl sie die Grippe
jedes Jahr ganz gut überstanden haben? Die wohlstandverwahrloste Gesellschaft
ist satt; sie muss erst ihre Rechte und Erfolge herschenken und leiden, bevor
sie sich aus dem Staub wieder hocharbeiten kann. Die Fressen dieser
NGO-FFF-Pisser, die nicht ansatzweise erahnen können, wie von Greta bis Great
Reset eine Riege von Profiteuren sich schlapplacht, wenn sie die ganze Welt mit
der Klimapeitsche vor sich hertreibt, lösen auch bei mir täglich Kotzreiz aus.
Aber offensichtlich ist das Potenzial einer Gegenbewegung noch sehr begrenzt.
Zurück zur Wahl. Vielleicht
verkläre ich die Vergangenheit. Aber derart peinliches Personal wie dieses Mal
ist noch nie zuvor aufgeboten worden.
Olaf Scholz. Vermutlich ein
Roboter. Von der eigenen Partei nur als bürgerlicher Lendenschurz aufgehängt,
denn zu ihren wahren Funktionären haben sie lieber die Charismabombe Saskia
Esken oder die quengelnden Nervensäge Kühnert gewählt. Und über Helge Lindh
schreibe ich hier gar nichts, der wird ja schon von genügend Leuten aus guten
Gründen regelmäßig maßgenommen.
A.C.A.B. Annalena Baerbock.
Schafft keinen Satz ohne Versprecher. Sieht aus, als bekommt sie die nächste
Hauptrolle bei Sturme der Liebe – wie Puttchen Brammel vom Dorf, die jetzt mal
richtig das Klima anpacken geht.
Susanne Hennig-Wellsow. Meine
Güte, als ich die bei der Elefantenrunden reden gehört habe, habe ich mich
wirklich gefragt, ob die Linken ihre Vorsitzenden auslosen. Da bekam ich fast
einen Schlaganfall vom Zuhören.
Markus Söder. Mit einer Nase wie
der Schnabel eines grimmigen Greifvogels guckt er lustig umher und denkt,
keiner hätte gemerkt, wie oft er in den letzten Jahren seine Position komplett
um 180 Grad gewechselt hat – wie sein großes Vorbild Drehofer.
Armin Laschet. Auch so ein netter
Onkel, von dem ich keine Ahnung habe, wofür er steht. Irgendwas mit Klima und
gegen Rechts bestimmt.
Und ich kann die Liste beliebig
fortsetzen. Wenn die korrupten karrieregeilen Frank Underwoods da draußen sich
schon auf unser aller Kosten die Taschen vollmachen wollen, dann könnten sie
wenigstens optisch und rhetorisch was hermachen. Einzig Christian Lindner und
Alice Weidel waren zu ertragen, wobei letztere für meinen Geschmack auch ein
bisschen lockerer daherreden dürfte.
All das wurde ja schon an genug
Stellen hervorragend aufgearbeitet, und auch zu möglichen Koalitionen gibt es
hochspannende Vermutungen. Ich enthalte mich und melde mich wieder, wenn das
Elend Form angenommen hat. Aber eines garantiere ich euch: die nächste
Regierung wird Scheiße, ernsthaft.
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