Jesidenunruhen

Unser Reizthema heute sind die Jesiden.

Ich gebe ja zu, zwischen diesen ganzen muslimischen Gruppierungen habe ich nie wirklich unterscheiden können; für mich sind sie genau so alberne Spalter wie die christlichen Sekten, die sich die Köpfe einhauen, weil sie unterschiedliche Ansichten zur Farbe von Jesus seinem Schlübber haben - oder gar die Existenz des Schlübbers bestreiten.

Ich weiß auch gar nicht, was eigentlich ein Kurde ist. Einer aus dem wilden Kurdistan. Aber das gibt's ja nicht mehr. Und ob alle Kurden auch Jesiden sind, weiß ich auch nicht.

Jesiden kennt man ja medial eher von Ehrenmorden, weil die jüngste Schwester nicht mit Ali, sondern mit Alfred angebändelt hat.
Jetzt sind sie aber auf einmal die Guten - denn auf der Bildfläche der Berichterstattung sind jetzt richtig fiese Motherfucker aufgetaucht: ISIS, oder IS, oder vielleicht heißen sie jetzt auch nur noch I. Die sind wie Al Qaida, nur schlimmer. Ziehen brutal mordend durch die Gegend, vergewaltigen Frauen und Kinder und köpfen westliche Journalisten, weil sie einen Wüstenstaat schaffen wollen, in dem keiner nichts mehr darf und alle hinter Felsen kacken.
Und weil die aktuell den Jesiden auf die Pelle rücken - was zweifellos grausam und fürchterlich ist -  ist man jetzt politisch total pro Jesiden.

Aber was muss ich da hören? Unruhen in Hamburg. Ok. Und Celle.

Celle?

Ja, im beschaulichen Celle, einer schönen Kleinstadt, in der die Welt bis vor kurzem noch in Ordnung war, randalieren hunderte von Jesiden und prügeln sich mit tschetschenischen Muslimen. In Celle. Alter!

(Und ich dachte immer, Tschetschenen wären sowas wie Russen; keinen Plan, wo die jetzt herkommen.)

Ja ist es denn die Möglichkeit? Der Terror hat Celle erreicht. Ich fass es nicht.

Was hilft es denn, hier in Deutschland zu demonstrieren? Wofür? Ich verprügel ja auch nicht die Angestellten vom Kaufhof, weil ich gegen Umweltverschmutzung in der Arktis bin. Wer ISIS bekämpfen will, soll das vor Ort tun.  Und hier die beschaulichen Kleinstädte in Frieden lassen, ernsthaft.


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