Jochen Schweizer
Unser Reizthema heute ist Jochen Schweizer. Genau, der mit den Gutscheinen. Ich hasse den Kerl.
Angefangen hat die Geschichte vor einigen Jahren, als ich von meiner Freundin einen "Erlebnis-Gutschein" für einen Kurztrip geschenkt bekam - damit man halt nicht nur drüber redet, sondern den besagten Kurztrip auch tatsächlich mal unternimmt. Schön, denkt man da. Aber das Gegenteil von "gut" ist ja bekanntlich "gut gemeint", und so war es auch hier.
50 Euro kostet der Gutschein. Dafür gibt es zwei Übernachtungen für zwei. Wer jetzt an ein Mega-Schnäppchen denkt, irrt aber. Denn von den ca. drei Hotels, die da deutschlandweit zur Auswahl stehen, ist eigentlich keines da, wo man hin will. Also erst das Ziel aussuchen und dann das Hotel - Fehlanzeige. Bleibt also nur die Wahl zwischen Erdbebengebiet, Atomtestgelände und Indianerfriedhof.
Aber umgerechnet 25 Euro für ein Doppelzimmer ist immer noch gut, ne? Nee, denkste. Denn Halbpension muss noch zwingend dazugebucht werden. Und die Hoteliers, die der Jochen da in sein mieses Imperium verflochten hat, nehmen dann halt mal 15 Euro fürs Frühstück und 28 fürs Abendessen - pro Nase. Ist also nix mit eben mal Döner für 3,50.
Noch ein Beispiel: Candlelight-Dinner für 2 Personen (3 Gänge, nichts zu trinken) für 65 Ocken. In einem von verdammt wenigen Restaurants deutschlandweit (die alle sonstwo sind). Für 32,50 kriege ich aber in der Realität auch drei Gänge, bei freier Restaurantwahl, und da sind die Getränke schon eingerechnet.
Also, ich fasse zusammen:
Finger weg von Jochen Schweizers Erlebnisscheiße, denn da zahlt man viel Geld und ist flexibel wie ein Knäckebrot!
Nach dem Kurztrip, der uns zwangsweise durch von Menschen bislang unerschlossene Provinzen geführt hat, habe ich dem Jochen geschrieben: dass ich sein Geschäftsmodell scheiße finde; dass ich ihm gerne ins Gesicht hauen würde, wenn ich sein Grinsen auf der Packung sehe; dass ich ihm nie und nimmer abnehme, dass er mal Stuntman gewesen sein will; und dass ich nicht fassen kann, wie in jeder Kleinstadtmall seine bekackten Verkaufsstände aus dem Boden sprießen.
Und heute sehe ich: "Die Höhle der Löwen", eine Show auf VOX, bei der Jungunternehmer einer Jury von Pseudo-Wirtschaftsmogulen ihre semi-erfolgversprechenden Geschäftsideen verkaufen wollen. Und wer sitzt da in der Jury? Jochen Schweizer! Und wie sieht er aus? Haargenau wie Walter White! Wie scheiß Walter White!
Das ist der Beweis: Jochen Heisenberg Schweizer ist böse. Kauft nicht bei ihm, ernsthaft.
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