Straßenverkehr

Unser Reizthema heute: Straßenverkehr



Wenn man mal die Augen von diesen Blog lässt und sich nach draußen begibt, wo die Sonne scheint, der Hanf blüht und die Autos fahren, dann findet man einen unerschöpflichen Quell an Gründen, sich aufzuregen. Denn Straßenverkehr bringt die wahre Natur des Menschen zum Vorschein, und die ist nicht cool.



Zum Beispiel auf der Autobahn.

Links rasen die Kloppos, als wenn nirgendwo Schilder mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit stünden. 100 heißt ja 100, nicht 150. Mathe ist offensichtlich beim Führerschein kein Fach, das geprüft wird.

Rechts wiederum drängeln sich die Lkws (insbesondere die besonders verkehrssicheren aus Osteuropa), weil der eine 98 fährt und der hinter ihm 100. Hätte ich selber in Mathe aufgepasst, könnte ich jetzt vermutlich ausrechnen, wie lange er bräuchte, um zu überholen. Zu lange in jedem Fall. Vor lauter Überholen wird dann gerne mal das Stauende übersehen.

Und in der Mitte? Da fährt Opa mit seinem silbernen Golf konstant Strich 120. Auch kein Durchkommen also.



Beleuchtungseinrichtungen. Während sich vielen Leuten die Funktion des Fahrtrichtungsanzeigers (umgangssprachlich „Blinker“) nicht zu erschließen scheint, so sind doch Nebelscheinwerfer ein gerne genutztes Mittel, um den Gegenverkehr zu blenden, denn viel hilft viel, auch bei Sichtweiten über 50 Metern.


Parkplätze. Dürfte man jedem, der schief, scheiße, über zwei Plätze oder im Weg parkt, einfach die Außenspiegel abtreten, würden sich die Leute bestimmt deutlich mehr Mühe geben.



Ein Wunder, dass es doch erstaunlich viele schaffen, sich da jeden Tag unfallfrei durchzumanövrieren. Auch die Experten, die beim Fahrradfahren auf ihrem Smartphone tippen. Meine Güte, ich hab mich mal richtig auf die Fresse gelegt, weil ich auf dem Rad einen Kaffee in der Hand hatte, denn einhändiges Bremsen ist auch bei Schrittgeschwindigkeit echt knifflig (vom Kaffee hab ich aber nicht einen Tropfen verschüttet - yes!). Ich wette, wenn man den Smartphoneschreiber anhupt, liegt der auch schneller flach, als er „WhatsApp“ sagen kann.

Einmal habe ich sogar einen Vollhorst auf der Autobahn gesehen, der ein Buch am Steuer gelesen hat. Ernsthaft. Ein Buch! Was ist hier eigentlich los?



Wenn dann am Ende des Tages alle zuhause sind, ist aber noch nicht Schluss, denn dann fetzen sie sich in den Kommentarsektionen ihrer Tageszeitungen. Radfahrer gegen Autofahrer, weil sowohl die einen als auch die anderen empathieslose Rücksichtsverweigerer sind - das werfen sie sich zumindest gegenseitig vor.



Also bleibt lieber zuhause und lest diesen Blog. Das ist sicherer. Und Augen auf im Straßenverkehr, ernsthaft.


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