Fake News
Unser Reizthema heute: Fake News.
Medien und Politik
haben ein neues Lieblingsthema: Fake News. Auslöser ist wieder mal
Donald Trump. Und Facebook spielt natürlich auch eine Rolle.
Donald Trump ist
nämlich nicht erwünscht. Und wenn so einer Präsident wird, darf
man natürlich nichts unversucht lassen, das zu verhindern. Den
ersten Schuldigen hat man in Facebook gefunden. Da seien nämlich
angeblich falsche Nachrichten (der Fachmann spricht von sogenannten
„Lügen“) verbreitet worden, die Trump zum Sieg verholfen hätten.
Das kann man sich so vorstellen, wie wenn Angie auf Facebook
schreiben würde, sie würde sich für das Wohl Deutschlands
einsetzen, obwohl das ja nicht stimmt. Oder als würde man sagen, die
GEZ-Gebühren sicherten unabhängige und gute
Informationsmöglichkeiten für mündige Bürger, obwohl die Kohle zu
90 Prozent für gequirlte Scheiße draufgeht und Unabhängigkeit oder
Neutralität Fremdwörter für die Kasper vom öffentlich-rechtlichen
Rundfunk sind.
Facebook hat also
zugelassen, dass jemand dort Dinge gepostet hat, die mutmaßlich
nicht hundertprozentig wahr waren. Skandal! Facebook hat doch die
Pflicht, die Posts seiner Nutzer inhaltlich zu prüfen und zu
zensieren! Den normalen Medien wäre das nicht passiert. Da würde
niemals etwas falsch dargestellt, weder absichtlich noch
versehentlich. Da würden niemals Informationen weggelassen oder
falsch betont, um die Meinungen der Leser zu beeinflussen. Deswegen
nennen Medien auch immer den ethnischen Hintergrund von Straftätern,
berichten kritisch über Linksterorrismus und bauschen
rechtsmotivierte Taten nie auf, und sie widmen allen Themen
gleichviel Raum.
Als nächstes hat dann
irgendwer Renate Künast ein falsches Zitat zugeschrieben. Das ist
gar nicht so schlimm, weil so ein falsches Zitat vermutlich besser
ist als ihre echten. Aber große Aufregung.
Und nun fordern die
ersten Politiker ein Gesetz gegen Fake News, damit nicht am Ende noch
der Wahlkampf beeinflusst wird.
Aufgepasst, jetzt
kommen mal Real News: Nachrichten, oder Informationen an sich,
zeichnen sich dadurch aus, dass man ihnen nie trauen kann. Deswegen
lernt man auch in der Schule, erstmal die Quelle der Information zu
bewerten. Und anschließend checkt man die Information gegen, mit
anderen Informationen und dem eigenen gesunden Menschenverstand. Dann
kann man sich vielleicht eine vorsichtige Einschätzung zum
Realitätsgehalt erlauben. Glaubt nicht alles, was ihr lest. Gegen
die Beeinflussung von Menschen hilft auch kein Gesetz. Politik
funktioniert so.
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