Die Zerstörung der CDU
Unser Reizthema heute: Die
Zerstörung der CDU.
Wer jetzt einen kleinen
blauhaarigen Hampelmann erwartet, der mit dem Weitblick eines sehbehinderten
Maulwurfs erklärt, was die einzig legitime Meinung ist, den muss ich leider
enttäuschen. Hier gibt‘s nur mich, einen teilbehaarten Hampelmann, der gleich
messerscharf analysieren wird, was bei der CDU schiefläuft.
Durch das unwürdige Hickhack bei
der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen ist es der CDU tatsächlich gelungen,
quasi über Nacht ihre Umfragewerte zu halbieren. Deshalb hat Annegret
Kramp-Karrenbauer jetzt die Schnauze voll und schmeißt hin.
Ich weiß nicht, was da los ist.
War es von vornherein der Plan, sie in die erste Reihe in den Kugelhagel zu
stellen? Ist was schiefgegangen? Ist es ihre eigene Entscheidung gewesen? Oder
hat Angie da nachgeholfen? Will sie vielleicht selbst wieder die Macht an sich
reißen, nachdem sie die letzten Jahre nur blass im Hintergrund geblieben ist?
Kurzer Rückblick – das geschah in
der letzten Staffel von „House of Cards“: Viele in der CDU erhofften sich, das
Friedrich Merz zurückkehrt und die Partei zurück in die Spur bringt, wieder
Themen wie Wirtschaft und vor allem innere Sicherheit aufnimmt und Merkels
jahrelangen Linkskurs beendet. Es gab viele Unkenrufe, dass Mr. Blackrock nach
jahrelangem Wegducken jetzt plötzlich wieder auftauche, und doch sah es so aus,
als könnte er es schaffen. Dann hat aber Kalle Ziemiak die Junge Union auf
Linie gebracht, damit die für AKK stimmen, und als Belohnung ist er
Generalsekretär (sowas wie Chefsekretär) geworden. So läuft das mit den
Absprachen.
Zurück in die Gegenwart. Wieder
stellen sich dieselben Gesichter auf. Spahn, der dynamische Typ, der mir noch
am besten beieinander scheint. Söder, der Drehhofer Junior aus Bayern. Laschet,
der lustige Märchenonkel aus dem Ruhrpott. Und wieder der Kollege Merz. Ist
irgendwie wie am Buffett: wenn nichts Geiles dabei ist, nimmt man halt das,
wovon einem am wenigstens wahrscheinlich übel wird.
Fakt ist: Es ist egal wer es
macht. Der Ofen ist aus. Wenn die CDU was vom Teller ziehen will, dann nur als
klar abgegrenzte Alternative zu den linken Blockparteien. Aber was macht Merz,
der konservative Möchtegern-Messias? Zieht erstmal über die Werteunion her. So
wird das nichts mit der Wiedergewinnung abgewanderter Wähler.
Falls hier der Friedrich oder
Nowabo mitlesen, will ich nochmal so freundlich sein, und die Lage erklären:
Links ist nicht gleich cool. Bei aller Liebe für ein eng vernetztes Europa: den
unkontrollierten Zuzug von jedem nicht hilfreichen Willi aus den größten
Schurkenstaaten dieses Planeten zuzulassen und medial abzufeiern, während
nebenbei der Rechtsstaat träge vor sich hin verwaltet wird und die Sozialkassen
für jedermann, sei es der sudanesische Asylant, der albanische
Hartz-IV-Empfänger (und Drogendealer) mit AMG-Mercedes oder die Rumänin, die
Kindergeld für die sieben Kinder in Rumänien kassiert, weit geöffnet werden,
ist einfach nur unbeschreibbar dumm und selbstzerstörerisch. Und das ist die
einzige legitime Beschreibung dieser Vorgänge, um den blauhaarigen Hampelmann
nochmal aufzugreifen.
Und weil CDU und SPD diese Themen
nicht mehr vertreten, sondern versuchen, sich immer mehr dem Gewäsch von Linken
und Grünen anzugleichen, deswegen wählen Menschen die AfD. Nicht weil die so
schöne tolle integre charismatische Politiker haben, sondern weil sie die
einzigen sind, die diese Themen überhaupt noch auf ihrer Agenda haben. Und wenn
die CDU (bzw. die SPD, für die gilt das genauso) wieder stark werden will, dann
müssen sie ihren Linksdrall stoppen und diese Themen anfassen. Und dann dürfen
sie sich nicht auch noch die Werteunion ausgrenzen. Und wenn jemand von der
Zusammenarbeit mit der AfD im Einzelfall spricht: ja wenn es der Durchsetzung
eines guten Gesetzesentwurfs dient, dann ist doch scheißegal, woher die Stimmen
kommen. Man muss ja nicht gleich koalieren. Genauso darf man gerne die Stimmen
der Linken annehmen, sollten die mal ein sinnvolles Gesetz unterstützen.
Wenn man aber unter dem Eindruck
der Geschehnisse in Thüringen jetzt noch den Ramelow ins Amt hievt oder Daniel
Günther zum Kanzlerkandidaten macht, dann ist es auch für die CDU vorbei. Dann
gibt es vier Parteien im Spektrum links bis linksextrem, Verteilung dazwischen
beliebig bis egal. Ernsthaft.
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