Jogginghosen
Unser
Reizthema heute: Jogginghosen
Ich
fürchte, es hat sich ein neuer Street-Style etabliert: die
Jogginghose. Wer heute sagen will: „Hey, ich bin ein Bad Boy, und
außerdem werde ich nie einen Job haben“, der trägt Jogginghose.
Egal ob graue Flauschbuchse oder bunte Ballonseide, Hauptsache
möglichst asi.
Die
wahren Könige unter den Nutzlosen erkennt man daran, dass sie sich
nicht auf die Hose beschränken, sondern weiterdenken und den
kompletten Anzug tragen, idealerweise den schwarzen von Adidas mit
den goldenen Streifen.
Und
was sagt die Jogginghose aus, mit der ich durch den Supermarkt laufe?
Sie sagt „Hey, Kassiererin, du kannst hier hart arbeiten, aber ich
hab da keinen Bock drauf; und ich hab auch keinen Respekt für dich
übrig, Bihatch, weil ich mir nicht mal die Mühe mache, was
Vernünftiges anzuziehen, wenn ich einkaufen gehe. Und gleich nehm
ich den Einkaufwagen mit und parke ihn vor meiner Haustür, bei den
anderen zwanzig Stück, neben dem illegalen Elektroschrott- und
Sperrmüllhaufen in der Feuerwehrzufahrt.“
Wer
schon mit der Jogginghose aus dem Arbeitsamt kommt, geht bestimmt
auch so zum Vorstellungsgespräch. Kein Wunder, wenn das nichts wird.
Vielleicht sollten wir es wie die USA machen - „no shirt, no shoes,
no service“. Nur das wir Jogginghosen ausgrenzen.
Karl
Lagerfeld hat mal gesagt: „Wer Jogginghosen anzieht, hat die
Kontrolle über sein Leben verloren.“
Ernsthaft,
wie Recht er hatte.
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