Wahlmanipulation

Unser Reizthema heute: Wahlmanipulation.

Bald ist wieder Wahl. Das heißt, wir können uns zwischen irgendwelchen Arschlöchern mit Profilneurose entscheiden, die am Ende sowieso machen, was sie wollen. Quasi Pest oder Cholera, weil jemand, der Gutes im Sinn hätte, gar nicht die Ellenbogen besäße, um gewählt zu werden.
Diesmal fürchtet man ja Wahlbetrug. Denn wenn die Ergebnisse nicht zur Meinungshoheit* passen, wurde bestimmt manipuliert. Russische Hacker haben Trump zum Sieg verholfen, wie könnte so eine offensichtliche Witzfigur sonst Präsident werden? Tja, da haben die selben Hacker wohl auch in der Türkei, in Nordkorea und in Russland selber gehackt. Bestimmt hacken sie auch bald in Deutschland. Vielleicht hacken sie der Merkel ihre Mehrheit weg, vielleicht hacken Sie uns zu Rot-Rot-Grün. Aber bestimmt hacken Sie uns nicht zu Schwarz-Blau.
Wie auch immer, am Ende, wenn das Ergebnis nicht passt, wird man sagen können: alles gar nicht rechtmäßig, total manipuliert. Denn jede Wahl ist manipuliert. Wenn einer was verspricht, deshalb gewählt wird und es dann bricht – Manipulation. Wenn Politiker im Wahlkampf das Volk belügen – Manipulation. Wenn Linksradikale reihenweise AfD-Plakate abreißen – Manipulation. Wenn die Presse nicht neutral und unabhängig berichtet - Manipulation. Wenn Artikel zu manchen Themen nicht kommentiert werden dürfen, weil anderslautende Meinungen nicht erwünscht sind – Manipulation. (Hierzu ein hochspannender Artikel, der zeigt, wie namhafte Zeitungen Meinungen steuern: http://www.dkriesel.com/spiegelmining)
Alles, was die Meinungsfreiheit beeinträchtigt, ist Manipulation, und das ist quasi alles.
Aber jetzt kommt‘s: Gewählt ist gewählt. Muss man akzeptieren, kann man sonst nämlich sein lassen mit der Demokratie. Demokratie ist ja sowieso ein ebenso fehlerverseuchtes System wie alle anderen auch. Die Macht haben Konzerne und Interessengruppen, die sich die Taschen voll machen wollen, und dann die Politiker bestechen – äh, Netzwerke pflegen und Lobbyarbeit betreiben, meine ich. Und wer da angeblich was vertritt und wer wen wählt, ist total zweitrangig. Früher gab es wenigstens mal eine Partei für alle, die sich gesellschaftlich abgehängt fühlten. Die hies SPD. Heute gibt es nur noch Einheitsbrei und Bekloppte.
Haste einen König, kann der gut oder schlecht sein, und das ist dann besser oder schlechter als Demokratie. Könige zum Beispiel haben auch einfach mal die Macht ergriffen. Haben gesagt, Digga, ich bins eure King, vong Gott seine Vorbestimmnung her. Und wer Widerwords hat, kriegt 1 Headshot vong die Hinrichtungsmäßigkeit her. Wie albern, dass wir immer noch diese Königshäuser akzeptieren. Wie albern, wie ernst wir Politik nehmen. Ernsthaft.

* Trump stinkt, Refugees welcome!

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