Feministinnen

Unser Reizthema heute: Feministinnen

Feministinnen sind ja schon ein spannendes Thema. Früher kämpften sie dafür, dass Frauen autofahren und wählen und sich promiskuitiv durch den Garten paaren dürfen, und das war alles super. Sie taten etwas Gutes.
Heute kämpfen sie dafür, dass es Frauenquoten in Unternehmen gibt, damit nicht der am besten geeignete Mensch den Job bekommt, sondern eine Frau, Eignung zweitrangig, und bemühen sich bis zur Albernheit um geschlechterneutrale Sprache.

Nun sind ja aber nicht alle gleich. Alice Schwarzer zum Beispiel ist ja als besonders Prominente Feministin herauszuheben, und ihr kürzliches Battle mit Jörg Kachelmann, wer die meisten Vorstrafen hat (Gewinnerin nach Punkten: Schwarzer), hat sie wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geschoben. Schwarzers Käseblatt „Emma“, das viele jetzt vielleicht für DIE Feministinnenzeitung schlechthin gehalten haben, ist aber offenbar relativ gemäßigt unterwegs, und erfreulicherweise haben die Redakteurinnen da auch noch einen Restvorrat an gesundem Menschenverstand bewiesen, als sie diesen Artikel verfasst haben: http://www.emma.de/artikel/opfer-sollen-nicht-mehr-opfer-heissen-334215

Worum geht es? Es gibt da eine Feministin, die ist noch hardcorer als alle anderen, und die hat eine tolle Idee: Sie findet das Wort „Opfer“ doof, weil es so negativ besetzt ist. Sagt man es bei einem Verkehrsunfall, wäre das wohl noch ok, aber bei „Opfer einer Vergewaltigung“ dächten die Leute gleich schlecht von einem. Im Gegenzug schlägt die Blitzbirne also vor, man spräche besser nur noch von „Erlebenden“. Das klingt ja auch toll. Erlebende eines binären Genital-Events.

Diese Äußerung führte zurecht zu einem Shitstorm seitens derer, die sich für Frauenrechte starkmachen, u.a. lassen auch die Emma-Schreiberlinge kein gutes Haar an der Alten. Super.

Das veranlasste mich zu weiterführender Emma-Recherche – spannender als der übliche Mist, den man so liest - und führte mich zu folgendem Artikel: http://www.emma.de/artikel/berlin-die-hetzfeministinnen-333911

Voll geil. Da gibt es eine Bande von völlig zu Recht offensichtlich länger nicht gebürsteten Weibern, die komplett verquere Vorstellungen von Emanzipation haben. Beispiele gefällig? Prostitution ist cool. Burkini tragen auch. Weil kann ja jede Frau selber entscheiden, was sie will, und wenn sich eine vom nächstbesten Zuhälter auf den Strich schicken lassen oder sich vom nächstbesten Hinterwäldler verkleiden lassen will, dann ist das ihr gutes Recht.

Ich muss mich am Stuhl festhalten angesichts all der in der Welt kursierenden Blödheit. Aber die Mädels von der Emma haben bei mir Boden gutgemacht.

Feminismus ist nicht gleich Feminismus. Wie alle im Ursprung guten Ideen darf man es halt einfach nicht übertreiben, ernsthaft.

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