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Jogginghosen

Unser Reizthema heute: Jogginghosen Ich fürchte, es hat sich ein neuer Street-Style etabliert: die Jogginghose. Wer heute sagen will: „Hey, ich bin ein Bad Boy, und außerdem werde ich nie einen Job haben“, der trägt Jogginghose. Egal ob graue Flauschbuchse oder bunte Ballonseide, Hauptsache möglichst asi. Die wahren Könige unter den Nutzlosen erkennt man daran, dass sie sich nicht auf die Hose beschränken, sondern weiterdenken und den kompletten Anzug tragen, idealerweise den schwarzen von Adidas mit den goldenen Streifen. Und was sagt die Jogginghose aus, mit der ich durch den Supermarkt laufe? Sie sagt „Hey, Kassiererin, du kannst hier hart arbeiten, aber ich hab da keinen Bock drauf; und ich hab auch keinen Respekt für dich übrig, Bihatch, weil ich mir nicht mal die Mühe mache, was Vernünftiges anzuziehen, wenn ich einkaufen gehe. Und gleich nehm ich den Einkaufwagen mit und parke ihn vor meiner Haustür, bei den anderen zwanzig Stück, neben dem illegalen Elektroschrott-...

Finanzen

Unser Reizthema heute: Finanzen Ständig geht es auf und ab mit der Weltwirtschaft. Hängt ja alles zusammen. Wenn Berlusconi sich am Sack kratzt, bleiben die Windräder in der Ukraine stehen, und dann ist der Euro nur noch die Hälfte wert. Das permanente elektronische Hin- und herschieben von ausgedachten Zahlen, die grob umreißen, wer wem was schuldet, ist nämlich ein äußerst wackliges System, das schon beim leisesten Windhauch in sich zusammenbrechen kann. Und dann bleibt der Supermarkt leer. Und die Sonne geht auch nicht mehr auf. Angst belebt das Geschäft. Lesen Sie hier, wo Ihr Geld noch sicher ist! Keine Zinsen mehr. Ach du Scheiße, so ein Mist, lohnt das Sparen gar nicht mehr. Also ausgeben. Konsum ist immer gut. Am besten Handyverträge mit Flatrate für 80 Euro im Monat. Oder den teuren Joghurt von NPD-Müller statt gut und günstig. Neuwagen finanzieren? Super Idee! Der ist in zwei Jahren immerhin noch die Hälfte wert. Bausparverträ...

Wegsehen

Unser Reizthema heute: Wegsehen Neulich habe ich etwas über Meinungsfreiheit geschrieben. Jetzt kommt mal eine Meinung. Wenn man mal vor die Tür geht, sich umsieht und sich überlegt, wie es in der einen oder anderen Nachbarschaft vor 25 Jahren ausgesehen hat, dann muss man sich fragen, ob sich nicht das ein oder andere zum Schlechteren entwickelt hat. Ich bin der ganz persönlichen, subjektiven Meinung, dass in Deutschland einiges schief läuft. Gestartet waren wir mal mit dem Gedanken, Einwanderer willkommen zu heißen – fleißige, arbeitswillige Menschen, die hier ihr Glück versuchen wollen, ob nun aus der Türkei, aus Italien oder Botswana, die ein Stück ihrer Kultur mitbringen und einbringen, kurz: die eine Bereicherung sind. Gleiches gilt für die EU: Wäre das nicht schön, wenn alle Staaten Europas offene Grenzen hätten, wenn ich im Urlaub kein Geld mehr wechseln und nicht an der Grenzkontrolle anstehen müsste. So war mal der Plan. Wenn ich mich jetzt umsehe, sehe ic...

Massentierhaltung

Unser Reizthema heute: Massentierhaltung Klopsi isst kein Fleisch. Warum nicht? Nun, würde er ein freilaufendes Reh im Zweikampf niederringen müssen, weil seine Familie sonst nüscht zu fressen hat, würde er es tun. Aber in dieser Überflussgesellschaft besteht dazu nun wirklich keine Veranlassung. Und doch quälen wir Tiere in einer gleichgültigen und abartigen Weise, wie wir es nur aus KZ-Berichten oder den Saw-Filmen kennen. Überall Dönerbuden, an denen sich zusammengepresste Tierabfälle am Spieß drehen, Burgerläden, an denen Fleischbuletten billiger sind als Gemüsebratlinge, und Bratwurst, überall Bratwurst, Leichenteile im Naturdarm. Wie kann ein halbes Kilo Schweinefleisch im Discounter billiger sein als ein halbes Kilo Tofu? Es gilt nur, so schnell und so billig wie möglich massenhaft zu produzieren und den maximalen Gewinn damit einzufahren. Es reicht nicht, das Menschen andere Menschen ausbeuten, sie vergehen sich noch schlimmer an Tieren. Gerade eben in den Nachrichten...

Die Post

Unser Reizthema heute: Die Post Die Post! Ein ganz hervorragendes Beispiel, wie alte spießige deutsche Bürokratie mit moderner Servicewüste eine Symbiose eingegangen ist (die anderen beiden Beispiele wären die Telekom und die deutsche Bahn, aber die behandeln wir später.) Zunächst mal transportiert die Post Briefe. Oft geht das schnell, manchmal dauert es aber auch Wochen. Manche Briefe kommen auch gar nicht an. Damit der Brief transportiert wird, klebt man eine Briefmarke drauf. Oder achtzehn, weil die Post regelmäßig in krummen Schritten das Porto erhöht, und man dann mit Ein- oder Zwei-Cent-Marken versuchen muss, mitzuhalten. Statt dass man einfach sagt: ein Brief, eine Marke, scheißegal, von wann die ist und was sie mal gekostet hat. Birfemarken bekommt man am Schalter, dort aber nur in Zehnerblöcken. Will man eine einzige Marke, muss man zum Automaten gehen. So sieht Service aus. Man kann mittlerweile aber auch im Internet seine Briefmarken drucken. Für Leute ...

Meinungsfreiheit

Unser Reizthema heute: Meinungsfreiheit Kürzlich hat so ein Experte von der CSU gefordert, Einwanderer mögen doch bitte Deutsch sprechen. Möglichst auch zuhause. Sturm der Entrüstung! Wie kann man sowas verlangen? Sowas kann man den Leuten nicht vorschreiben. Ich will doch auch zuhause Hessisch oder Latein sprechen dürfen. Zugegeben, sicher ist er hier über das Ziel hinausgeschossen. Keinen interessiert, was irgendwer zuhause tut. Oder sagt. Oder wie. Und das sollte man auch keinem vorschreiben wollen. Aber Zielrichtung und Kern der Forderung war, dass Einwanderer doch bitte „Deutsch lernen“ ganz oben auf ihre Prioritätenliste schreiben sollen. Und beängstigend ist, was für einen Shitstorm das nach sich gezogen hat. Gerade die Themen Einwanderung und Integration sind rote Tücher, und eine offene und ehrliche Diskussion darüber mit der politischen Meinung der paar albernen Regierungshansel und ihres Gutmenschen-Gefolges offenbar ni...

Political Correctness

Unser Reizthema heute: Political Correctness. Die Welt verändert sich. Offensichtlich darf man nicht mehr sagen, was man denkt, sondern nur noch das, was politisch korrekt ist. Und auch wenn man diese bedenkliche Entwicklung nun schon eine ganze Weile beobachten kann, so nimmt sie doch langsam groteske Züge an. Manüla Schwesig, oder wie die heißt, irgendso eine Menstruationsministerin aus Berlin, hat die Frauenquote durchgeboxt. Und da sind wir bei Quoten. Quoten sind kacke. Wann immer ich x Prozent Frauen, Migranten, Mittelstürmer oder was auch immer per Quote einsetze oder aufstelle, läuft was schief. Weil wenn ich 50 Prozent Frauen im Präsidium der Ronald-McDonald-Universität sitzen haben muss, obwohl die besten 75 Prozent der Bewerber Männer sind, dann läuft was schief. Unterrepräsentanzen haben nämlich immer einen Grund. Sonst brauchen wir auch 50 Prozent Migranten im NPD-Vorstand, 50 Prozent Frauen in der Impotenz-Selbsthilfegruppe, 50 Prozent Männer in der...